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Matthias, Norwegen

„Die Nordlichter ziehen in dichten Vorhängen über den Himmel und tauchen die felsige Umgebung in ein unwirkliches Grünes Licht während selbst um halb zwei in der Nacht noch der Blas und das unverkennbare durchbrechen der Wasseroberfläche des Lunge Feeding der Buckelwale zu hören ist. Kaum jemand sagt etwas, der Schnee verschluckt alle Geräusche. Nur schwach erkennbar sind hin und wieder Arme, die, erleuchtet von der Aurora Borealis, auf den Himmel deuten, während diese Spiralen dreht, auf und nieder tanzt, wie ein grün-violettes Flammenmeer. Nachdem das Spektral den Blick auf die Sterne wieder freigegeben hat, machen sich die Menschen auf zu ihren Häusern, kleinen gemütlichen Hütten im nordischen Stil, mit einem Kamin und Sofas darum herum, um sich aufzuwärmen und sich auszuschlafen für den nächsten Tag. Was bringt der neue Tag, fragen sich manche, kann es noch besser kommen? Sie erinnern sich an Meeresgiganten, die ihre Körper in die Höhe wuchten, wie ein Hochaus sich neben Boot aufbauen und alsbald ins Meer zurückfallen. Wohin soll der Blick gehen, wenn überall aufeinmal die Finnen der Orcas auftauchen, jagend, zuckend, oder einfach nur neben dem Boot liegend, voll mit Hering? Auf dem Heimflug fragen sich manche, was will ich denn nun noch mehr sehen, ich habe alles gesehen.“

Matthias, Norwegen 2014 und Norwegen 2015.

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