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Reisen und Wissenschaft

Aus unbändiger Reiselust wurden Arbeitseinsätze an den unterschiedlichsten Orten und am Ende eine Profession.

Vom Tauchassistenten bis zum Tauchlehrer in der Toskana,  von der Deckshand in Australien über Bootsführer in Italien bis zum erfahrenen Segelskipper auf den Seychellen, von Wüstenreisen

Auf dem Weg durch die zentralen Wüsten Australiens. Abgeschiedenheit und Einsamkeit sind überwältigend. Nach fast einem Jahr unterwegs geniesse ich mittlerweile auch diese Momente, sicher mich im Rahmen meiner Möglichkeiten zu bewegen. Ich habe meinen Reisemodus gefunden, stundenlange Fahrten durch die staubigen Wüsten liegen Nachmittags hinter mir und ich nutze die Kühle des Nachmittags für kurze Wanderungen entlang ausgetrockneter Flussbetten und über sanfte Hügel.

in der Gruppe bis zu Solo-Wüstendurchquerungen mit dem Motorrad,von Gruppenassistenz über die Sicherheitsleitung in Ägypten bis zur Exkursionsleitung auf den Galapagosinseln, von der wissenschaftlichen Assistenz bis zur Expeditionsleitung in der Karibik und im Großen Barriere Riff in Australien, unzählige Stationen haben geprägt und den Blick auf unsere Welt verändert.

Nach mehr als drei Wochen in den zentralen Wüsten geht der einsamste Teil meiner Australien Expedition zu Ende. Weniger als 5 Kilometer vor dem asphaltierte Stuart Highway eine letzte Rast im roten Staub mit gemischten Gefühlen. Es geht zurück in die Zivilisation und am Ende in die Heimat.

Aus langen privaten Reisen, universitären Lehrexkursionen und wissenschaftlichen Forschungsexpeditionen entstand so ein Gefühl für besondere Reisen: die Geburtsstunde der PURE.VENTURE liegt also weit draußen. In den weiten unserer Meere oder in den staubigen Einsamkeit unserer Wüsten.

Mit Blick in die Große Australische Bucht. Herrliche Fahrt entlang der einsamen Strände auf dem Weg zurück nach Pemberton, es fehlen Eier für das abendliche BBQ.

Und genau dort geht es mit euch nun wieder hin. Raus in die Welt, eine Welt voller Wunder  und Abenteuer.

 

Zu große Schuhe für die ersten Schritte, nach wenigen Wochen gebe ich meine Australienumrundung auf und sitze wenig später zunächst frustriert auf motorisierten Gefährten. Am Ende waren diese Wochen entscheidend um meinen eigenen Reisemodus zu finden. Gescheitert fühle ich mich später nicht mehr. Später zumindest nicht mehr.

 

 

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Namen für die Unbekannten – zwei Entdeckungen in Kenia

Früh Morgens im Samburu Schutzgebiet. Wir sind seit dem ersten Sonnenlicht unterwegs, denn wir haben Heute ein volles Programm vor uns.  Zunächst zählen wir aus unseren Jeeps auf unterschiedlichen Strecken einige der wichtigsten Tierarten des Schutzgebietes: Nashörner, Giraffen, Löwen, Zebras, Wildschweine und Bushbucks im Park werden wie jedes Jahr von uns zahlenmässig erfasst. Ausserdem werden von den Löwen, Nashörnern und den Giraffen gezielt Fotos zur Individuenindentifikation geschossen. Vor unseren normalen Pirschfahrten fahren wir so auf festgelegten Routen entlang des Schutzgebietes und tragen unseren Teil zum Schutz der hier lebenden Wildtiere bei indem wir sie zahlenmässig erfassen und so die Grundlage zu ihrem Management schaffen.

Am späten Nachmittag bei dem Abgleich unserer Fotos mit den bestehenden Datenbanken dann die Überraschung: zwei der von uns erfassten Individuen sind noch nicht benannt und unseren Reisenden steht somit die Ehre der Benennung zu. Was für ein wunderbarer Moment.

Zunächst eine junge Breitmaulnashorndame. Der Konvention folgend bekommen die weiblichen Nashörner erst einen Namen, wenn sie selber ein Junges bekommen haben. Und tatsächlich, neben der bisher nur unter einer Nummer geführten Dame entdecken wir spielend ein junges Nashorn. Zur Feier dieses freudigen Ereignisse nennen unsere Mitreisenden das Nashorn liebevoll RUBY, in Anlehnung an ihre Universität in der Heimat, die Ruhr- Universität Bochum, auch RUB genannt (Foto: Caroline Gueers).

Kurze Zeit später dann die zweite Sensation: eine junge Netzgiraffe taucht in keiner Datenbank auf, unsere Teilnehme haben das Tier als Erste entdeckt und dürfen das Tier nun ebenfalls benennen (Foto: Katja Kuehr). Anders als bei den Nashörnern werden die Giraffen direkt mit einem Namen versehen und Oh Wunder, auch die junge Giraffe wird RUBY getauft ;).

Ein erlebnisreicher Tag neigt sich damit dem Ende zu und vor dem Kamin sitzend fragen sich einige der Reisenden, was die beiden frisch getauften RUBYs nun wohl gerade eben so anstellen mögen. Was für ein Tag.